Wieviel Führung verträgt ein Scrum Team?

Die, in der einschlägigen Fachliteratur, nachzulesende Antwort lautet: gar keine.

Im Scrum gibt es die Rollen Product Owner, Srum Master und das Entwicklungsteam. Übergreifend gesprochen ist der Product Owner für die Wertmaximierung des Produkts verantwortlich. Das Entwicklungsteam übergibt am Ende eines jeden Sprints ein fertiges Inkrement (Produktfunktionalität). Und der Scrum Master ist ein Moderator, ein Coach und ein Mentor. D.h. das Team arbeitet selbstorganisiert und somit entfällt die klassische Projektleiterrolle.

Was nicht entfällt, ist jedoch der Anspruch an den Scrum Master. Der des Teams an ihn und der des Scrum Masters an sich selbst. Wobei der eigene Anspruch durchaus der größere von beiden sein kann.
Immer wenn sich ein Team neu bildet, entstehen gruppendynamische Prozesse. Denen zu begegnen und dabei in der Rolle des Coaches zu bleiben, stellt oft eine spannende, wenn nicht sogar die größte Herausforderung für den Scrum Master dar.

Er steht häufig vor klassischen Situationen wie: es gibt offene oder unterschwellige Konflikte zwischen einzelnen Teammitgliedern oder mit ihm, einige Teammitglieder verharren noch in für sie gewohnten und klassischen Strukturen, es werden alte Berichts- und Beziehungsstrukturen gepflegt, es fehlt die Managementattention. Oder Teammitglieder erwarten, dass er sie „rettet“, indem er auftretende Probleme für sie löst.

Es ist wichtig, dass sich der Scrum Master seiner Rolle als Coach bewusst ist. Die Reflektion des eigenen Verhaltens, der eigenen Muster z.B. in Konfliktsituationen und mögliche Ausstiegsszenarien sind gute Wegbegleiter auf dem Weg zu einem erfolgreichen Scrum Master und somit auch erfolgreichen Team.

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