Wie schmeckt die berufliche Freiheit?

Oder anders gesagt: ein kurzer “Projekt”- Erfahrungsbericht nach 6 Monaten Selbständigkeit.

Projektinitiierung

Als ich mich im letzten Sommer nach knapp 20 Jahren entschieden habe, aus einem festen Arbeitsverhältnis in die Selbständigkeit zu wechseln, habe ich unterschiedliche Reaktionen erhalten. Von Zweifel hinsichtlich meiner Entscheidung über Sorge um mich bis hin zu Verständnis, Vertrauen in meine Fähigkeiten und auch ein kleines bisschen Bewunderung über so viel Kühnheit (Originalzitat: „…Sie haben die Eier, das durchzuziehen…“). Nach einem halben Jahr blicke ich deshalb zurück auf meinen eingeschlagenen Weg.
Zunächst einmal sage ich, dass ich die Entscheidung zwar relativ spontan aus dem Bauch heraus getroffen habe, aber nicht unvorbereitet in die Selbständigkeit gegangen bin. Ich bin seit 17 Jahren nebenberuflich als Trainerin unterwegs, anfangs zu einem geringen Anteil und seit 2014 mit steigender Tendenz und erweitertem Themenrepertoire. Ich wusste somit wo meine Stärken liegen und was ich mir zutrauen kann. Aber ein Quäntchen Mut bedarf es doch.

Projektbeginn

Ich habe zu Beginn die Erfahrung gemacht, dass wenn ich mich bewege, sich auch mein Umfeld bewegt. D.h. ich bekam fast zeitgleich zu meinem Entschluss verstärkt Seminar- und Coachinganfragen. Das finde ich bis heute eine tolle Erfahrung und auch etwas spooky.

Projektplanung

Und wie es sich für eine ehemalige Projektmanagerin gehört, dürfen natürlich auch ein Ziel und ein guter Projektplan nicht fehlen. Meine Ziele waren mir immer klar: ich gebe Trainings mit Schwerpunkt auf Persönlichkeitsentwicklung und Führung für Projektbeteiligte und Fach-, und Führungskräfte. Ich biete Inhousetrainings, Offene Seminare und Coaching an. Durch Inhousetrainings kann ich mich in unterschiedlichsten Branchen einbringen und ich lerne im Gegenzug von meinen Teilnehmern Interessantes über die jeweiligen Unternehmen und nebenbei auch über mich.
Offene Seminare finde ich immer wieder spannend, da sie Teilnehmer aus ihrem Unternehmensalltag herausbringen, sie voneinander viel lernen können und auch die Erfahrung machen, dass es in anderen Unternehmen vergleichbare Themen gibt. Geknüpfte Kontakte halten teilweise auch über den Seminarabschluss hinaus.

Projektumsetzung und -steuerung

In diesem Jahr biete ich offene Seminare zu den Themen „Führen ohne Weisungsbefugnis“, “Konflikte im Projekt managen” und “Führen im agilen Projektumfeld” in maritimer Atmosphäre an der Ostsee an.
Sowohl im offenen als auch im Inhousebereich kann ich immer auf ein kompetentes Trainernetzwerk zugreifen.
Zu einer Steuerung gehört es natürlich auch, dass ich meine Trainingsmethoden und meinen –stil immer wieder hinterfrage und justiere. Persönlich und mit Hilfe von Feedback der Auftraggeber und Teilnehmer.
Und um die Frage nach dem Geschmack der Freiheit zu beantworten: Sie schmeckt richtig gut und entspricht meinem Wert von Unabhängigkeit. Aber natürlich erfordert es einen guten Umgang mit den eigenen Ressourcen, was Zeiten am Schreibtisch, Trainingszeiten, Familien- und Freundezeiten, Sportzeiten etc. anbelangt – nicht anders als in einer Festanstellung. Aus meiner Familie bekam ich erst letzte Woche das Feedback, dass ich einfach viel ausgeglichener wirke, seitdem ich selbständig bin.

Projektabschluss

Ist nicht in Sicht! Ich freue mich auf viele spannende Aufträge und Menschen.

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