Seminar erste Sahne – Hotel kalter Kaffee?

Oder: welchen Einfluss hat der Ort auf ein Seminar?

Persönliche Kriterien für eine produktive Arbeitsumgebung

Wo arbeiten Sie gerne? Wie sollte der Ort geschaffen sein, an dem Sie produktiv und mit Freude arbeiten können? Was sind Ihre persönlichen Kriterien?
Einige meiner Kriterien sind großzügige und unterschiedliche Räume, die Möglichkeit, den Blick und die Gedanken schweifen lassen zu können und dabei vielleicht auch etwas Grün zu sehen, eine gute Kombination von Technikeinsatz und Kommunikationsmöglichkeiten.
Oder mal anders herum gefragt: Wie sind Arbeitsorte beschaffen, die Sie eher „abturnen“? Mir fallen dabei als Erstes Deutsche Ämter, früher sprach man von Amtsstuben, ein. Der Klassiker ist ein vollgestelltes, mit Akten gefülltes, mit Deckchen und halbtoter Topfpflanze dekoriertes Büro mit geschlossener Tür. Und ja, es gibt sie noch so oder so ähnlich.

Viele Unternehmen haben den Zusammenhang zwischen der Beschaffenheit des Arbeitsplatzes und der Produktivität der Mitarbeiter erkannt und entsprechende Konzepte umgesetzt. Bekannte Beispiele sind Microsoft und google. Sie gelten nicht zuletzt deshalb als attraktive Arbeitgeber.

Trainings am Unternehmensstandort oder außerhalb

Als Trainerin komme ich viel herum in deutschen Unternehmen und Hotels. Und was für den täglichen Job gilt, ist auch oder gerade übertragbar auf Seminare und Trainings.
Inhousetrainings werden häufig in den eigenen Unternehmensräumlichkeiten durchgeführt. Die Gründe sind nachvollziehbar. Keine Reisezeiten und –kosten, keine Übernachtung und für den Mitarbeiter zwischendurch die Möglichkeit, in dringenden Fällen vor Ort reagieren zu können. Und ich erlebe durchaus sehr ansprechende Räumlichkeiten, in denen wir sehr gut arbeiten.
Alternativ verlegen Unternehmen Inhousetrainings nach außen. Gründe sind hier ein bewusstes Herauslösen des Mitarbeiters aus dem täglichen Geschäft und die Möglichkeit, sich vollständig auf die Trainingsthemen, auf die Gruppe und auf sich konzentrieren zu können. Dieses ist gerade bei Trainings zur Persönlichkeitsentwicklung ein großer Vorteil und auf jeden Fall das investierte Geld wert.

Und wie sollte ein Trainingsort beschaffen sein?

Was sind hier Ihre persönlichen Kriterien?
Sowohl aus Trainerinnen-, als auch aus Teilnehmerinnensicht habe ich folgende Wünsche an Seminarorte:
Ich möchte an einem Seminarort aus- und aufatmen können. Ich bevorzuge auch hier Weite für meinen Blick. Vielen Orten wohnt alleine schon durch ihre Geschichten eine ganz eigene Atmosphäre innen. Vor meinem inneren Auge tauchen ein Kloster in Südtirol, ein Gut in Bayern, ein Hotel an der Ostsee auf. Hier gibt es neben den Räumlichkeiten immer die Möglichkeit, sich in der Natur zu bewegen, abzuschalten und Energie zu tanken.
Auch die Seminarräume bestechen durch ihre Individualität, weg von den klassischen Arrangements mit Tischen, Stühlen, Beamer und Leinwand. Das sind für mich gute Voraussetzungen für intensives Arbeiten und Lernen. Der Ort übt immer einen Einfluss auf die Gruppe und das eigene Befinden und das Lernergebnis aus – in beide Richtungen.
Ich war als Trainerin auch schon an Orten, die sich eher negativ ausgewirkt haben. Hotels, die gefühlt auf dem Autobahnkreuz lagen, an vielbefahrenen Straßen, mit integrierter Tankstelle, mit nicht abstellbaren, lauten Klimaanlagen, Seminarräume ohne Fenster etc..
Daher habe ich für meine eigenen exklusiven offenen Seminare in 2018 einen Ort an der Ostsee gewählt, der die besten Voraussetzungen für Lernen und Arbeiten bietet.

Fazit

Ich empfehle immer einen Blick sowohl auf die Seminarziele und –inhalte als auch auf den Ort zu werfen. Für einen ganzheitlichen Lernerfolg, der sich im Unternehmensalltag mehr als auszahlt.

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