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Nähe trotz Distanz – Mein erstes Präsenztraining nach dem Lockdown

Einerseits: 100 qm Seminarraum 1,50 m Abstand zwischen den Stühlen und Teilnehmern, Desinfektionsmittel, Hygienevorschriften, getrennte Tische im Restaurant… verordnete Distanz, die sich fremd anfühlt.

Andererseits: Ausgesprochene Freude der Teilnehmer, ihre Kollegen nach 11 Wochen wieder live zu sehen und sich gemeinsam weiterzuentwickeln, spürbare Freude der Hotelmitarbeiter, wieder arbeiten zu dürfen; gelungene Umsetzung neuer Vorschriften durch alle Beteiligten und tolle Zusammenarbeit im Seminar … gemeinsam erlebte soziale Nähe.

Ich bin glücklich und bereichert um die Erfahrung, dass Trainings auch unter neuen Bedingungen erfolgreich sind, Spaß machen und wirkliche Nähe aufbauen können. – Und ich bin sehr dankbar, dass Unternehmen die Bedeutung von Weiterbildung in der aktuellen Zeit weiterhin hoch einschätzen und sie ihren Mitarbeitern ermöglichen.

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Reden, Kraft schöpfen, Lösungen finden

Vor 3 Wochen wurde ich unfreiwillig von 100 auf vielleicht noch 15 Prozent in meinem Beruf als selbständige Managementtrainerin heruntergefahren. Ich durchlaufe – immer noch – unterschiedlichste Phasen. Von Verständnis für die Regierungsmaßnahmen, Sorgen wie und wann es für mich beruflich weitergeht, Konflikte im Außen (wir sind zu fünft) und Innen, Anfälle von Frust bis hin zu Motivationsschüben für neue digitale Trainingsformate, Sorgen um Familie und Freunde und und und.

Eine vollständige Aufzählung würde definitiv den Rahmen sprengen.

Von Anfang an hat mich der Austausch über meine beruflichen und auch privaten Themen mit KollegInnen sehr unterstützt. Ich kann meine Gedanken sortieren, bekomme einen Blick von außen und kann für mich Lösungen erarbeiten.

So ist die Idee entstanden, für die nächsten Wochen ein Online Coachingangebot mit dem Titel “Reden, Kraft schöpfen, Lösungen finden” für Privatpersonen anzubieten. Die Details finden Sie auf Xing.

Liebe Grüße aus dem Homeoffice

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Elevator Pitch mal anders

Oder: Es gibt Zufälle, die gibt es gar nicht.

Diese Woche in Hamburg. Ich kam nach einem Trainingstag in mein Hotel und ging direkt zum Aufzug, um in den dritten Stock zu fahren. O.k., vorhin habe ich wieder einen Bericht über „Sitzen ist das neue Rauchen“ gelesen und nehme mir vor, demnächst noch öfter die Treppen zu nutzen. Andererseits hätte ich eine tolle Begegnung verpasst und an dieser Stelle nichts zu berichten gehabt.
Ich stand also vor der Aufzugstür und wartete. Währenddessen dachte die Person im Aufzug, dass sie schon oben angekommen wäre. Allerdings hatte sie vergessen, die Zimmerkarte im Aufzug zu nutzen. Somit ging die Aufzugstür auf, der Herr wollte hinaus und ich hinein.
Hamburg hat ca. 1,8 Mio Einwohner, 104 Stadtteile und unglaublich viele Hotels (ich konnte leider keine Zahl hierzu finden).
Und somit war die Überraschung und Freude auf beiden Seiten sehr groß, dass im Aufzug ein sehr geschätzter Kunde von mir stand. Und um die Verwunderung noch größer zu machen, stellte sich heraus, dass er nachmittags von mir gesprochen hatte. Wir hatten seit einem Jahr nichts voneinander gehört und er wollte mich bezüglich eines Trainings anfragen.
Wir fuhren dann gemeinsam nach oben und ich versicherte scherzhaft, dass ich als Trainerin erahne wenn Kunden eine Auftragsklärung wünschen und ich selbstverständlich direkt vor Ort sei. Für die weitere Besprechung haben wir uns dann bis zum 3. Stock noch verabredet.

Nicht nur, dass Hamburg so groß ist, auch die Tatsache, dass wir zur selben Zeit in Hamburg tätig waren und vor bzw. im Aufzug standen, war ein unglaublicher Zufall.
Es heißt ja häufig, es gibt keine Zufälle. Nichts desto trotz überraschen und freuen mich solche Begegnungen und beschäftigen mich noch ein paar Tage.
Das heißt in Konsequenz allerdings nicht, dass Sie künftig nur an eine Beauftragung denken müssen und ich bin ein paar Stunden später „zufällig“ vor Ort. Nutzen Sie doch lieber die üblichen Kommunikationsmittel zur Kontaktaufnahme.

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“Eltern”zeit – auch was für echte Männer

Aktuell sehe ich viele Berichte von Frauen zu den Themen Elternzeit, Wiedereinstieg, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Umsetzung, Erfahrungen, Sorgen und Nöte etc. Und ich gewinne dabei den Eindruck, dass es, nach wie vor, schwerpunktmäßig ein Frauenthema ist. Trotz der seit vielen Jahren bestehenden Möglichkeit der Elternzeiten für beide inkl. finanzieller Anreize. Und vielleicht sagen Sie jetzt innerlich: „Ja, aber mein Mann (oder ich – als männlicher Leser) kann in seinem Job wirklich keine längere Elternzeit nehmen.“ Bitte nicht. Denn den Satz haben wir in den letzten 16 Jahren mehr als häufig gehört.
Wir, mein Mann und ich, möchten an dieser Stelle daher mal eine andere Seite beleuchten bzw. über unsere schon zurückliegenden Elternzeiten bei drei Kindern und deren „Langzeitwirkung“ berichten. Wir möchten zeigen, dass es nicht nur theoretisch, sondern ganz praktisch ein Paarthema sein kann.
Vorweg die Fakten:

Wir haben 3 Kinder, die aktuell 16, 14 und 11 Jahre alt sind. Passend zur Geburt unseres 1. Kindes wurde das Gesetz dahingehend geändert, dass Männer und Frauen parallel Elternzeiten in Anspruch nehmen konnten. Finanzielle Unterstützung gab es nicht. Mein Mann und ich waren beide in einer Festanstellung und die

Hauptgründe für den Wunsch nach einer gemeinsamen Elternzeit waren:

-Wir wollten beide unsere Kinder aufwachsen sehen-nicht nur am Wochenende
-Wir wollten beide im Beruf bleiben („Der beste Wiedereinstieg ist kein Ausstieg.“)
-Wir sahen zwei Berufe als langfristige finanzielle Absicherung
-Wir wollten das Gleichgewicht in unserer Beziehung behalten
-Wir wollten unabhängig von externen Betreuungsmöglichkeiten sein (wir haben keine Verwandtschaft vor Ort).

Wir haben für alle Kinder gemeinsame Elternzeiten genommen und auch im Anschluss weiterhin Beruf und Familie geteilt.

Ein Rückblick aus Frauensicht

Ein Kollege hat mir vor Jahren mal gesagt: „Männer erziehen nicht schlechter, sondern anders.“ Dieser Satz beinhaltet eine grundlegende Wahrheit und ich bin gut damit gefahren, es so zu sehen. Dass meinem Mann die Kleiderwahl bei den Kindern z.B. nicht wichtig war. Gestreift und kariert? Passt schon. Ist auch nicht wirklich wichtig, aber bietet durchaus Stoff für Diskussionen. Oder sein viel größeres Vertrauen in die handwerklichen Fähigkeiten von Kleinkindern. Hat immer gepasst und ich habe mich herausgehalten bzw. ich habe ihm die Erziehung, mit allem was dazu gehört, genauso zugetraut wie mir.
Meine Führungskräfte waren durchaus nicht durchgängig angetan von drei Elternzeiten in kurzen Abständen. Und ich habe auch Vorbehalte bzgl. meiner Teilzeit erfahren. Mein früherer Arbeitgeber war allerdings sehr flexibel was mein eher ungewöhnliches Teilzeitmodell anbelangte. Und auch meine Aufgaben konnte ich weitestgehend fortführen. Das setzte natürlich immer ein Geben und Nehmen voraus.
Und ja, finanziell war es in den ersten Jahren eher knapp. Aber bis auf einige Urlaube, nach denen uns mit drei kleinen Kindern nicht unbedingt so der Sinn stand, hat es uns an nichts gefehlt.
Ich habe mich beruflich fortgebildet und weiterentwickelt und bin im letzten Jahr den vollständigen Schritt in die Selbständigkeit gegangen. Aus meiner Sicht war und ist es ein für uns alle sehr gutes Modell.

Ein Rückblick aus Männersicht (Adrian Frost)

Unsere kids sind jetzt schon echte Pubertiere und brauchen uns nicht mehr so viel. Daher bin ich heute fast noch glücklicher über das Modell, welches wir damals gewählt haben. All die vielen Erinnerungen an diese Zeit kann mir niemand nehmen. Auch die vielen Überstunden im Büro sind dabei längst aus dem Gedächtnis verschwunden. Außerdem war ich immer der einzige Mann auf dem Spielplatz. Was will MANN mehr?
Im Ernst: Kinder sind größtenteils lange nur von Frauen umgeben. Im Kindergarten, in der Grundschule sind häufig Frauen und viele Väter sind meist nur spätabends und am Wochenende da. Wo sind dann die männlichen Vorbilder?
Beruflich musste ich deswegen zwar viel einstecken, geschadet hat es mir langfristig aber nicht und ich bereue es nicht. Ich denke nicht, dass ich ohne Elternzeiten beruflich weitergekommen wäre. Von vielen ehemaligen Kollegen höre ich heute: „Alles richtig gemacht“.
Wenn ich von Unternehmen höre, die jungen Vätern mit EDEKA (Ende der Karriere) drohen, wenn Sie Elternzeit nehmen, dann habe ich da eine klare Meinung. Wo bleibt die Wertschätzung und soziale Kompetenz, nach der immer alle verlangen? Solche Unternehmen werden es in Zukunft sehr schwer haben, junge Talente zu bekommen und zu halten. Die Generation Y nimmt die „Karriere-Möhre“ und die damit verbundenen Statussymbole nicht mehr so ernst wie früher.
Die Mütter müssen den Vätern aber auch mal etwas zutrauen und loslassen. Wir können das! Auch wenn es mal modische NoGos gab (kariert zu gestreift)*. Na und?
Auch für unsere Beziehung waren Elternzeiten die richtige Entscheidung. Wir hatten beide die gleiche Mischung aus Kinder- und Berufsthemen. Wir sind beide alleine in der Lage, mit Kindernotfällen umzugehen. Die finanzielle Verantwortung lag nie nur bei mir. Dadurch waren wir freier und nicht durch den Arbeitgeber erpressbar. Und manchmal war man auch mal froh, die Haustür hinter sich einfach zuziehen zu können.
Aber das Wichtigste aus jetziger Sicht sind 3 tolle Kinder und dass wir uns gemeinsam über die Jahre weiterentwickelt haben und wir somit optimal für das Leben 3.0 (Kinder aus dem Haus) vorbereitet sind. Ich bin mir aber manchmal nicht sicher, ob junge Väter heute das wirklich wollen und einfach berufliche Gründe vorschieben, keine längere Elternzeit machen zu können. Jungen Eltern empfehle ich, hier mal 10-15 Jahre in die Zukunft zu schauen und sich zu überlegen, wo sie dann miteinander stehen wollen.
Die jetzige Praxis der Elternzeiten halte für einen wichtigen Schritt, aber mit Designfehlern. Was nützen einige Monate Freizeit, wenn sich die Frau trotzdem nicht beruflich weiterentwickelt und der Mann das als langen Urlaub sieht?

*Anmerkung: Wir haben die Texte unabhängig voneinander geschrieben.

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Seminar erste Sahne – Hotel kalter Kaffee?

Oder: welchen Einfluss hat der Ort auf ein Seminar?

Persönliche Kriterien für eine produktive Arbeitsumgebung

Wo arbeiten Sie gerne? Wie sollte der Ort geschaffen sein, an dem Sie produktiv und mit Freude arbeiten können? Was sind Ihre persönlichen Kriterien?
Einige meiner Kriterien sind großzügige und unterschiedliche Räume, die Möglichkeit, den Blick und die Gedanken schweifen lassen zu können und dabei vielleicht auch etwas Grün zu sehen, eine gute Kombination von Technikeinsatz und Kommunikationsmöglichkeiten.
Oder mal anders herum gefragt: Wie sind Arbeitsorte beschaffen, die Sie eher „abturnen“? Mir fallen dabei als Erstes Deutsche Ämter, früher sprach man von Amtsstuben, ein. Der Klassiker ist ein vollgestelltes, mit Akten gefülltes, mit Deckchen und halbtoter Topfpflanze dekoriertes Büro mit geschlossener Tür. Und ja, es gibt sie noch so oder so ähnlich.

Viele Unternehmen haben den Zusammenhang zwischen der Beschaffenheit des Arbeitsplatzes und der Produktivität der Mitarbeiter erkannt und entsprechende Konzepte umgesetzt. Bekannte Beispiele sind Microsoft und google. Sie gelten nicht zuletzt deshalb als attraktive Arbeitgeber.

Trainings am Unternehmensstandort oder außerhalb

Als Trainerin komme ich viel herum in deutschen Unternehmen und Hotels. Und was für den täglichen Job gilt, ist auch oder gerade übertragbar auf Seminare und Trainings.
Inhousetrainings werden häufig in den eigenen Unternehmensräumlichkeiten durchgeführt. Die Gründe sind nachvollziehbar. Keine Reisezeiten und –kosten, keine Übernachtung und für den Mitarbeiter zwischendurch die Möglichkeit, in dringenden Fällen vor Ort reagieren zu können. Und ich erlebe durchaus sehr ansprechende Räumlichkeiten, in denen wir sehr gut arbeiten.
Alternativ verlegen Unternehmen Inhousetrainings nach außen. Gründe sind hier ein bewusstes Herauslösen des Mitarbeiters aus dem täglichen Geschäft und die Möglichkeit, sich vollständig auf die Trainingsthemen, auf die Gruppe und auf sich konzentrieren zu können. Dieses ist gerade bei Trainings zur Persönlichkeitsentwicklung ein großer Vorteil und auf jeden Fall das investierte Geld wert.

Und wie sollte ein Trainingsort beschaffen sein?

Was sind hier Ihre persönlichen Kriterien?
Sowohl aus Trainerinnen-, als auch aus Teilnehmerinnensicht habe ich folgende Wünsche an Seminarorte:
Ich möchte an einem Seminarort aus- und aufatmen können. Ich bevorzuge auch hier Weite für meinen Blick. Vielen Orten wohnt alleine schon durch ihre Geschichten eine ganz eigene Atmosphäre innen. Vor meinem inneren Auge tauchen ein Kloster in Südtirol, ein Gut in Bayern, ein Hotel an der Ostsee auf. Hier gibt es neben den Räumlichkeiten immer die Möglichkeit, sich in der Natur zu bewegen, abzuschalten und Energie zu tanken.
Auch die Seminarräume bestechen durch ihre Individualität, weg von den klassischen Arrangements mit Tischen, Stühlen, Beamer und Leinwand. Das sind für mich gute Voraussetzungen für intensives Arbeiten und Lernen. Der Ort übt immer einen Einfluss auf die Gruppe und das eigene Befinden und das Lernergebnis aus – in beide Richtungen.
Ich war als Trainerin auch schon an Orten, die sich eher negativ ausgewirkt haben. Hotels, die gefühlt auf dem Autobahnkreuz lagen, an vielbefahrenen Straßen, mit integrierter Tankstelle, mit nicht abstellbaren, lauten Klimaanlagen, Seminarräume ohne Fenster etc..
Daher habe ich für meine eigenen exklusiven offenen Seminare in 2018 einen Ort an der Ostsee gewählt, der die besten Voraussetzungen für Lernen und Arbeiten bietet.

Fazit

Ich empfehle immer einen Blick sowohl auf die Seminarziele und –inhalte als auch auf den Ort zu werfen. Für einen ganzheitlichen Lernerfolg, der sich im Unternehmensalltag mehr als auszahlt.

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Wie schmeckt die berufliche Freiheit?

Oder anders gesagt: ein kurzer “Projekt”- Erfahrungsbericht nach 6 Monaten Selbständigkeit.

Projektinitiierung

Als ich mich im letzten Sommer nach knapp 20 Jahren entschieden habe, aus einem festen Arbeitsverhältnis in die Selbständigkeit zu wechseln, habe ich unterschiedliche Reaktionen erhalten. Von Zweifel hinsichtlich meiner Entscheidung über Sorge um mich bis hin zu Verständnis, Vertrauen in meine Fähigkeiten und auch ein kleines bisschen Bewunderung über so viel Kühnheit (Originalzitat: „…Sie haben die Eier, das durchzuziehen…“). Nach einem halben Jahr blicke ich deshalb zurück auf meinen eingeschlagenen Weg.
Zunächst einmal sage ich, dass ich die Entscheidung zwar relativ spontan aus dem Bauch heraus getroffen habe, aber nicht unvorbereitet in die Selbständigkeit gegangen bin. Ich bin seit 17 Jahren nebenberuflich als Trainerin unterwegs, anfangs zu einem geringen Anteil und seit 2014 mit steigender Tendenz und erweitertem Themenrepertoire. Ich wusste somit wo meine Stärken liegen und was ich mir zutrauen kann. Aber ein Quäntchen Mut bedarf es doch.

Projektbeginn

Ich habe zu Beginn die Erfahrung gemacht, dass wenn ich mich bewege, sich auch mein Umfeld bewegt. D.h. ich bekam fast zeitgleich zu meinem Entschluss verstärkt Seminar- und Coachinganfragen. Das finde ich bis heute eine tolle Erfahrung und auch etwas spooky.

Projektplanung

Und wie es sich für eine ehemalige Projektmanagerin gehört, dürfen natürlich auch ein Ziel und ein guter Projektplan nicht fehlen. Meine Ziele waren mir immer klar: ich gebe Trainings mit Schwerpunkt auf Persönlichkeitsentwicklung und Führung für Projektbeteiligte und Fach-, und Führungskräfte. Ich biete Inhousetrainings, Offene Seminare und Coaching an. Durch Inhousetrainings kann ich mich in unterschiedlichsten Branchen einbringen und ich lerne im Gegenzug von meinen Teilnehmern Interessantes über die jeweiligen Unternehmen und nebenbei auch über mich.
Offene Seminare finde ich immer wieder spannend, da sie Teilnehmer aus ihrem Unternehmensalltag herausbringen, sie voneinander viel lernen können und auch die Erfahrung machen, dass es in anderen Unternehmen vergleichbare Themen gibt. Geknüpfte Kontakte halten teilweise auch über den Seminarabschluss hinaus.

Projektumsetzung und -steuerung

In diesem Jahr biete ich offene Seminare zu den Themen „Führen ohne Weisungsbefugnis“, “Konflikte im Projekt managen” und “Führen im agilen Projektumfeld” in maritimer Atmosphäre an der Ostsee an.
Sowohl im offenen als auch im Inhousebereich kann ich immer auf ein kompetentes Trainernetzwerk zugreifen.
Zu einer Steuerung gehört es natürlich auch, dass ich meine Trainingsmethoden und meinen –stil immer wieder hinterfrage und justiere. Persönlich und mit Hilfe von Feedback der Auftraggeber und Teilnehmer.
Und um die Frage nach dem Geschmack der Freiheit zu beantworten: Sie schmeckt richtig gut und entspricht meinem Wert von Unabhängigkeit. Aber natürlich erfordert es einen guten Umgang mit den eigenen Ressourcen, was Zeiten am Schreibtisch, Trainingszeiten, Familien- und Freundezeiten, Sportzeiten etc. anbelangt – nicht anders als in einer Festanstellung. Aus meiner Familie bekam ich erst letzte Woche das Feedback, dass ich einfach viel ausgeglichener wirke, seitdem ich selbständig bin.

Projektabschluss

Ist nicht in Sicht! Ich freue mich auf viele spannende Aufträge und Menschen.

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Projektmanagement: Laterales Führen

Laterales Führen steht für Führung ohne disziplinarische Verantwortung. In meinen Seminaren werde ich häufig gefragt, wie das genau funktioniert. In der Regel finden sich Projektmanager in Matrixorganisationen in dieser Situation wieder. Sie befinden sich in der häufig zitierten Sandwichposition mit diversen Ziel- und Interessenskonflikten, in der der Auftraggeber Projektergebnisse sehen will, Mitarbeiter nur zu einem Teil für das Projekt abgestellt werden und die Linienführungskraft ein starkes Interesse hat, ihr Liniengeschäft zu erledigen.
Konflikte sind hier vorprogrammiert und gehören quasi zum Tagesgeschäft des Projektleiters. Die disziplinarische Weisungsbefugnis als „Machtmittel“ entfällt und es müssen hier andere Möglichkeiten genutzt werden. Ein Aspekt der Lateralen Führung ist es deshalb, einen gemeinsamen Rahmen für eine erfolgreiche Kooperation zu schaffen. Ein Rahmen, in dem die unterschiedlichen Interessen der Projektteammitglieder Berücksichtigung finden und zur Zielerreichung des Projektes beitragen.

Welche Fähigkeiten und Führungskompetenzen benötigt der Projektmanager für Laterale Führung?

Wie so häufig ist auch hier eine der Kernkompetenzen – wer hätte es gedacht – die Kommunikation. Wenn ich als Projektleiter das persönliche Gespräch scheue, vielleicht lieber hinter meinem Schreibtisch sitzen bleibe und lange Mails mit großem Verteiler an meine Mitarbeiter schreibe, führt dieses sicherlich zu einem Arbeitsergebnis. Die direkte und persönliche Kommunikation kann es allerdings nicht ersetzen.
Frage: Wann haben Sie das letzte Mal alternativ zum Hörer gegriffen oder sind einfach mal kurz bei Ihrem Mitarbeiter vorbeigegangen? Und wie war das Ergebnis – verglichen mit einer Mail?
Mit meinen Seminarteilnehmern arbeite ich zum Thema Führungsstile u.a. dahingehend, dass sie sich ihrer eigenen Führungswerte und Führungshaltung bewusst werden. Denn diese tragen sie direkt und indirekt (dafür aber sehr deutlich) nach außen und haben damit Einfluss auf ihre Projektmitarbeiter.
Frage: Welche Werte sind Ihnen wichtig? Wenn Sie führen-und wenn Sie geführt werden.
Eine weitere Führungskompetenz ist die Empathiefähigkeit, um sich in den Gesprächspartner hineinfühlen zu können. Wenn sich Ihre Projektmitarbeiter verstanden fühlen, haben sie mehr Vertrauen und Selbstvertrauen und sind tendenziell leistungsfähiger. Empathie können Sie nicht lernen? Stimmt. Sie ist angeboren. Sie können Empathiefähigkeit allerdings trainieren.
Beenden Sie für sich den Satz: Das letzte Mal war ich empathisch als….
Eine weitere wichtige Kompetenz ist der Umgang mit Konflikten. Die Gründe für Konflikte im Projekt sind vielfältig und können zum Beispiel sein: Verteilung von Ressourcen zwischen Linie und Projekt oder Beziehungskonflikte innerhalb des Teams. Hier ist der Projektleiter gefordert auch im Konfliktfall die Arbeitsfähigkeit seines Projektteams aufrecht zu erhalten.
Welcher Konflikttyp sind Sie persönlich? Scheuen Sie keinen Konflikt oder suchen Sie sie vielleicht sogar? Oder haben Sie kaum Konflikte, da Sie sie bewusst vermeiden?
Frage: Wenn Sie ein Konfliktmotto hätten. Wie würde es lauten?
Die Fähigkeit der Selbstreflexion und die Bereitschaft, an der persönlichen Weiterentwicklung zu arbeiten und dabei auch mal die Komfortzone zu verlassen, sind weitere wichtige Bausteine.
Laterales Führen in Projekten ist eine anspruchsvolle und herausfordernde Aufgabe, der sich täglich in den unterschiedlichsten Unternehmen und Branchen Projektmanager stellen.

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Beginne JETZT

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, in meinem aktuellen Blogbeitrag über laterales Führen (Führen ohne Vorgesetztenfunktion) zu schreiben.

Allerdings bin ich auf ein Zitat von Goethe aufmerksam geworden, das mich sehr anspricht und auf das ich in einem anderen Kontext sehr positive Resonanz erhalten habe.

Vielleicht kennen Sie die Situation, dass Sie Gedanken von beruflichen oder privaten Veränderungen in sich tragen und tausend gute Gründe gegen eine Umsetzung sprechen. Aber wenn der Zeitpunkt gekommen ist, aktiv zu werden, werden Sie ihn erkennen.

Goethe hat uns dafür ein, wie ich finde, unglaublich treffendes und inspirierendes Zitat hinterlassen:

Beginne JETZT

In dem Augenblick, in dem man sich endgültig einer Aufgabe verschreibt,
bewegt sich die Vorsehung auch.
Alle möglichen Dinge, die sonst nie geschehen wären, geschehen, um einem zu helfen.
Ein ganzer Strom von Ereignissen wird in Gang gesetzt durch die Entscheidung,
und er sorgt, zu den eigenen Gunsten, für zahlreiche unvorhergesehene Zufälle,
Begegnungen und Hilfen, die sich kein Mensch vorher je so erträumt haben könnte.

Was immer Du tun kannst oder wovon Du träumst, fang es an.
In der Kühnheit liegt Genie, Macht und Magie.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)

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Ich bin dann mal für 10 Minuten weg….

Gerne führe ich zu Beginn meiner Seminare eine kleine Trance mit meinen Teilnehmern durch. Die Idee ist, nach einer kurzen angeleiteten Anspannung in eine Phase der Entspannung zu kommen und hier einfach mal nur auf sich selbst zu achten. Kein Handy, kein Meeting, keine Präsentation, niemand möchte etwas. Ein Besinnen auf sich selbst, das fängt schon damit an, in die eigene Körperhaltung hineinzuspüren: wie sitze ich, was ist vielleicht noch angespannt und wie fühlt sich meine Atmung an. Dingen, denen wir in unserem Alltag eher selten Beachtung schenken. Dann lade ich die Teilnehmer ein, gedanklich eine Zeitreise vorzunehmen, in der sie in die Themen des Seminars, wie z.B. Führung, eintauchen. Wie haben sie Führung in ihrer Kindheit erlebt, wer hat geführt, von wem haben sie sich gerne führen lassen, wann haben sie das erste Mal bewusst Führung übernommen etc.. Diese Zeitreise führt sie dann über verschiedene Stationen weiter in die berufliche Gegenwart und zum Ende in das Hier und Jetzt des Seminars.

Häufig bekomme ich im Verlauf der Seminare zu dieser kurzen Eingangssequenz Rückmeldungen. Die Teilnehmer berichten von ihren verschiedenen Wahrnehmungen und Gefühlen, wie die eigene Ungeduld, der flachen Atmung, der Überraschung, der wohltuenden Entspannung und noch vieles mehr. Manche Teilnehmer nehmen sich vor, eine Form von Entspannung auch in ihren beruflichen Alltag einzubauen. Dem Stress quasi ein Schnippchen schlagen, 10 Minuten „abtauchen“ und den anstehenden Themen mit neuen freigesetzten Energien begegnen.

Vielleicht inspiriert auch Sie die Idee von einer kurzen energetischen Pause. Wenn Sie mehr zu Managementtrainings erfahren wollen, kontaktieren Sie mich gerne.

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Gefühle managen

Wenn ich in meinen Seminaren zu dem Thema Feedback arbeite, komme ich immer auf das Thema Gefühle zu sprechen. Denn zu einem (Wahrnehmungs-) Feedback gehört auch bzw. gerade das Benennen der eigenen Gefühle. Und wir haben neben den Grundgefühlen Liebe, Angst, Wut, Trauer und Freude eine Vielzahl von weiteren Gefühlen in uns.
Der erste Schritt dabei ist das Erkennen der eigenen Gefühle. Einmal hinzuspüren, was ist es denn genau? Wie macht sich denn ein Gefühl bemerkbar? Wo im Körper spüre ich es? Und wenn ich es spüre, kann ich es benennen?
Wir haben einen großen Wortschatz für unsere Gefühle, der vielleicht nur manchmal ein wenig eingerostet ist, weil wir diesen nicht so häufig benutzen. Schließlich ist es gerade im Arbeitsalltag von großer Bedeutung, immer auf der Sachebene zu bleiben!?!
Dieses Argument höre ich sehr häufig, wenn es um Feedback geht. Für den privaten Bereich können sich viele die Umsetzung vorstellen und halten es für ein gutes Instrument. Aber im Unternehmen? Zu groß ist die Angst, als zu gefühlsbetont zu gelten oder nicht als die durchsetzungsstarke Führungskraft gesehen zu werden.
Die Zeitschrift „Wirtschaftspsychologie aktuell“ hat in der 3. Ausgabe 2016 dem Thema Gefühle in Form des Schwerpunktthemas „Gefühle managen“ Rechnung getragen. Hier heißt es u.a. „…nur Chefs, die fähig sind, sich in andere hineinzuversetzen und ihre Entscheidungen zugleich mit Abstand zu ihren Emotionen treffen, können wirklich gut führen.“ D.h. es geht nicht darum „zur mitleidenden Führungskraft zu werden. Der Wunsch seitens der Mitarbeiter verstanden zu werden, schließt nicht aus, auch harte Entscheidungen zu akzeptieren.“
Die notwendige Empathie besitzt jeder aufgrund seiner genetischen Veranlagung. Im Kindesalter wird sie maßgeblich ausgeprägt. Sie lässt sich jedoch im Erwachsenenalter erweitern. Studien des Korn Ferry Institute zeigen, dass selbstreflektierte Führungskräfte nicht nur individuell erfolgreich sind, sondern dass auch deren Unternehmen ihre Wettbewerber übertreffen (Wirtschaftspsychologie aktuell, 3/16).
Persönlichkeitsentwicklung ist und wird auch zukünftig ein wichtiger, wenn nicht sogar entscheidender Baustein für den eigenen und den unternehmerischen Erfolg sein.

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